Cowabunga! Endlich mal wieder ein neues Ninja Turtle Game! Das Titelbild des Spiels, vielversprechend. Das Gameplay zumindest solides Sidescrolling Beat ‚em up, leider ohne große Überraschungen.

Ich muss wohl vorweg nehmen, dass ich kein großer Beat ‚em up Fan bin und dass mich hier eher die Marke, als das Genre angezogen hat. Ich habe das Spiel auf TMNT: Shredder’s Revenge auf Steam erworben und spielte es mit meinem XBox-Controller.

Zum Start des Spiels gibt es ein kleines Tutorial, anschließend wählen wir zwischen unseren bekannten Turtle Chars einen aus. Es ist auch möglich das Spiel mit Freunden im Koop zu spielen. Das fällt in meinem Test leider aus. Zwar haben die Charaktere verschiedene Stats, allerdings fielen die Stärken/Schwächen eher weniger auf. Prompt werden wir auch schon in das erste Level geworfen. Neben unserer jeweilige Primärwaffe, können wir auch manchmal Objekte aus dem Level nutzen, um Gegner zu besiegen. Die unterschiedlichen Gegnertypen innerhalb der Standardfußsoldaten lassen sich jeweils sehr einfach anhand ihrer Farbe unterscheiden. Es gibt in den Leveln einige versteckte Items, mit denen wir kleine Nebenmissionen innerhalb des Spieles abschließen können. Allerdings fallen diese sehr rudimentär aus. Meistens gilt es versteckte Sondergegenstände aufzusammeln. Jedes Level endet mit einem oder mehreren Endgegnern, die aus der Serie oder den alten Spielen bekannt sein dürften. Zwischen den Leveln gibt es kleine Animationen, die einem die Story näher bringen sollen und zumindest etwas des Charmes der originalen Zeichentrickserie verbreitet.

Angriffe/Verteidigung

Besonders in diesem Bereich fallen die Schwächen des Spiels auf. Es gibt wenige einfache Angriffe. Jeder Char hat eine eigene Spezialattacke, die sich aber nur unwesentlich voneinander durch eine eigene Animation unterscheiden. Hier hätte man durchaus für den Coop Modus Abwechslung, oder die Möglichkeit Spezialattacken zu verbinden, sinnvoll einsetzen können. Auch im Single-Player gibt es keine wirkliche Möglichkeit Angriffe zu kombinieren. Im weiteren Spielverlauf erhalten wir ein paar neue Angriffsmöglichkeiten, aber die lassen sich nicht nur an einer Hand abzählen, sondern sind nur Abwandlungen bereits bestehender Angriffe. Es ist außerdem möglich den Gegner zu greifen, wenn wir ihn mit unserer Spielfigur berühren, was eher zufällig passiert.

Auch nach einigen Leveln, die wir auf einer kleinen Auswahlkarte „befahren“ können, bin ich immer noch nicht wirklich in der Lage die Spielfigur zu beherrschen, es mag an meinem Unvermögen liegen, dennoch empfinde ich die Angriffe als ziemlich starr und ich kann diese auch nicht wirklich kontrollieren. Die Angriffe können nicht direkt abgebrochen werden, sodass ich gut und gerne mal einen Haufen Schläge ins Leere zimmere, weil ein schneller Richtungswechsel durch den bestehenden Angriff nicht möglich ist.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Im Gegensatz zu anderen Spielen, gibt es auch keine herumliegenden Waffen – und ja ich verstehe, dass die Turtles allesamt ihre ganz eigenen Waffen besitzen und nutzen – dennoch bin ich der Meinung, sollte ein mindestens temporärer Waffenwechsel, wie in vergleichbaren Spielen möglich sein.

Fazit

Wenn du unbedingter TMNT Fan bist, kannst du dir das Spiel schon kaufen, wenn du auf innovative Spielmechaniken, oder zumindest die Hoffnung auf im Jahre 2022 – angemessene – Spielinhalte hoffst, dann schau dir lieber Streets of Rage 4 an.